Unsere fleißigen Helfer

Die Honigbiene

Die Honigbiene war früher wild, bis sie vom Menschen domestiziert und zu einem Hochleistungstier gezüchtet wurde. Ziel der Imkerei ist, möglichst viel Honig am Ende des Jahres zu erhalten. Natürlich tragen diese Bienenvölker einen ernormen Beitrag zur Bestäubung unserer Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen bei. Jedoch ist es wie bei vielen gezüchteten Massenkulturen: Je mehr Tiere auf engem Raum, desto höher ist die Anfälligkeit gegen Schädlinge, Viren, Pilze und Bakterien. Diese Tatsache kann man zur Zeit bei vielen Bienenstöcken feststellen. Ein gefürchteter Bekannter unter den Schädlingen ist die Varroamilbe, die ganze Bienenvölker dahin raffen kann. Je mehr man sie bekämpft, desto robuster wird dieser Schädling. Dennoch ist die Honigbiene nicht vom aussterben bedroht. Sie kann auf einfache Weise gezüchtet werden. Von daher möchten wir den Blick auf die wilden Verwandten der Honigbiene lenken. Die gefährdeten Wildbienen.

Die Wildbiene

Die wilden Schwestern der Honigbiene sind Einzelgänger. Für die Brut nutzen sie verlassene Grabgänge in totem Holz oder bauen sich Niströhren im Boden. So vielseitig die verschiedenen Wildbienenarten sind, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an ihren Lebensraum.

 Wildbienen, und dazu zählt auch die Hummel, sind für den Menschen völlig ungefährlich. Bis die Biene beißt oder sticht, muss schon einiges passieren. Droht dem Leben oder der Brut kein Ende, droht dem Menschen auch keine Not.

Unser primäres Ziel ist den Fortbestand möglichst vieler verschiedener Wildbienenarten zu unterstützen und zu fördern.Von den über 500 Wildbienenarten in Deutschland, nistet rund ein Drittel in Röhren. Wir möchten allen mehr als 150 Arten gerecht werden, von daher empfehlen wir viele verschiedene Röhrengrößen anzubieten.

Was sind die Vorteile der Wildbienen im Vergleich zur Honigbiene?

Das wichtigste Argument für die Unterstützung und Förderung der Wildbienen ist, dass eine artenreiche Bienenfauna für das ökologische Gesamtsystem und eine ausgeglichene Biodiversität unverzichtbar ist. Wo durch den Menschen Lebensräume vernichtet werden, muss an anderer Stelle in so genannten Hotspot Zonen ein Ausgleich geschaffen werden.

 

Auf Grund der solitären Lebensweise von röhrennistenden Wildbienen, kommt es zu geringeren Todesraten durch Pilz- oder Parasitenbefall.

 

Manche Wildbienenarten fliegen auch bei Temperaturen oder Witterungsverhältnissen, bei denen die Honigbiene nicht mal aus dem Fenster schaut. So werden Gemüse und Obst auch zuverlässig bestäubt, wenn es im Frühjahr noch mal kalt oder nass ist. Ein riesen Vorteil bei der Obstblüte in den Frühlingsmonaten.

 

Wildbienen sind anatomisch spezialisiert auf viele Wildkräuter und Pflanzen, deren Nektarkelche von der Honigbiene nicht erreicht werden können. Gäbe es nur die Honigbiene, gäbe es auch viel weniger Artenvielfalt unter den Pflanzen.

 

Wildbienen beherrschen ausgeklügelte Techniken, wie etwa das Vibrationssammeln. Hierbei wird Pollen aus der Blüte herausgeschüttelt.

 

Wildbienen sammeln gleichzeitig Nektar und Pollen. Somit kommt es im direkten Vergleich zu weniger Anflügen je Blüte.

Wildbienen und andere Bestäuber bei der Arbeit