Naturnahe Gartengestaltung...

... bietet Lebensraum für Alle Tiere!

... bringt die Flora und Fauna ins Gleichgewicht!

... bietet Platz zur Entfaltung!

... bringt die Seele des Zuschauers in Einklang!


Der Klimawandel steht schon in der Tür!

Orkanartige Stürme mit Überschwemmungen, tennisballgroße Hagelkörner, monatelange Hitzewellen ohne Niederschlag, unkontrollierbare Ausbreitung von Schädlingen wie dem Borkenkäfer und vieles mehr spricht für eine rasante Talfahrt unserer Erde hinein ins Verderben.

 

Mal ehrlich, da kann doch wirklich keiner mehr wegschauen und sagen, dass das wieder von ganz alleine besser wird!

 

Wie ein riesiges Puzzle, sind tausende von Faktoren dafür verantwortlich, warum die Situation so ist wie sie ist. Fleischkonsum, Überfischung, Raubbau an Wäldern und Landschaften, grauer Städtebau mit Versiegelung,

und und und.

 

Das "wiedergeradebiegen" der schlechten Zustände besteht ebenso aus vielen tausenden Teilen. Bei vielem erscheinen die eigenen Möglichkeiten als Unmöglich etwas zu bewirken, bei anderen lässt sich umso mehr erreichen.

 

Ich möchte auf dieser Seite nicht Euch Interessierten alles aufzählen, was wir Alle "falsch" machen und wie es richtig ist. Das darf jeder für sich entscheiden. Es geht mir insbesondere im Hinblick auf das Thema Insektensterben um Ideen zur Umgebungsgestaltung, um dieses eine Puzzlestück zurück an den dafür bestimmten Ort zu legen.

 

Zum Abschluss der Einleitung ist mir dabei eine Sache ganz besonders wichtig, denn darüber bin ich schon häufig gestolpert.

> Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut <

Die meisten von uns haben nicht die Möglichkeit, aus einem englischen Rasen von Heute auf Morgen ein Naturparadies zu gestalten. Es ist auf keinen Fall falsch, als ersten Schritt die Samenmischung vom Discounter zu kaufen und diese im Garten auszubringen. Es ist sogar richtig toll, denn das zeigt, dass das Interesse an der Umwelt da ist und man handeln möchte. Erst über viele kleinere Schritte gelangen wir dahin, wo man sagen kann, das wir das Optimale erreicht haben. Nämlich einen strukturreichen, naturnahen Garten mit vielen verschiedenen Pflanzen und Tieren.

 


Bei vielen Dingen im Leben ist es hilfreich, als allererstes ein Ziel zu formulieren und im Anschluss die verschiedenen Wege dort hin zu finden, zu gestalten oder einfach auszuprobieren.

Unser Ziel: Lebensräume schaffen und damit die Artenvielfalt in Flora und Fauna wieder herstellen!

Jede Blüte zählt!

Schon eine einzelne kleine Blume auf dem Balkon oder im Garten bringt einen Mehrwert für unsere Natur. Wichtig ist dabei, dass die Blüten Pollen und Nektar liefern. Achtet bei der Pflanzung darauf! Geranien und Tulpen beispielsweise sind eher ungeeignet. Selbst an der abgelegensten Stelle wird es ein Insekt geben, dass diese Blume findet und ihr habt schon einen ersten guten Schritt getan.

Ihr habt mehr Platz?

Wer mehr Platz hat, kann über eine Blumenwiese oder ein Staudenbeet nachdenken. Letzteres macht wohl etwas mehr Arbeit, kann dafür aber strukturiert angelegt werden und wirkt ordentlicher. In beiden Fällen gilt selbstverständlich der zuvor genannte Punkt: Nur pollen- und nektarliefernde Pflanzen. Wer mehrere blühende Pflanzen im Garten anbauen möchte, sollte darauf achten, dass vom Frühjahr bis in den Herbst hinein ein Blütenangebot besteht. Ohne Nahrung gibt es kein Leben. Von daher sollte die Einrichtung von blühenden Stellen immer der erste Schritt sein. Viele Insekten nutzen die Pflanzen aber nicht nur als Nahrungsquelle.

In einer blütenreichen Wiese steckt richtig viel Leben, hier versteckt man sich, geht auf Paarungssuche und vermehrt sich. Das i-Tüpfelchen bei diesem Punkt: die sogenannten heimischen Pflanzenarten sind immer eine bessere Wahl, als eingeschleppte Arten. Die ebenfalls heimische Tierwelt ist dann deutlich vielfältiger!

Nicht nur für Insekten gut!

Darf es etwas größer sein? Während in einer Blühwiese eher kleinere Arten zuhause sind, finden Vögel und Kleinsäugetiere Nahrung und einen sicheren Unterschlupf in Hecken und Gehölzen. Auch hier gilt: besser blüten- und fruchtreiche Büsche, als Kirschlorbeer und Thuja. Insbesondere stachel- und dornenreiche Büsche bieten vielen Vögeln einen sicheren Platz für den Nachwuchs. Wer hier das Optimale erreichen will, pflanzt eine 4-Jahreszeiten Hecke. So besteht das ganze Jahr über ein Angebot an Schutz und Nahrung. Für die Vögel, aber auch für eine Vielzahl an Insekten.

Lebensraum Baum

Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus eines Baumes, bietet dieser mindestens genauso vielen Tieren ein Zuhause, wie eine Blühwiese.

 

Hast Du das gewusst?

An einer heimischen Eiche wurden bereits über 1.000 verschiedene Insektenarten nachgewiesen. Darunter viele verschiedene Käfer- und Schmetterlingsarten.

 

Ich muss zugeben, bisher dachte ich auch, die Eiche ist ein Windbestäuber, also nichts zu holen für Biene und Co. Es mag zwar sein, dass kein Pollen und Nektar zu finden ist, aber das macht die Eiche nicht weniger wert. Durch die lange Lebensdauer von über 1000 Jahren, die verschiedensten Lebensräume und Nahrung an Ästen, Borke, Rinde, Eicheln, Blattwerk und Totholz und den Fakt, dass der Baum durch Pilzbefall zahlreiche Hohlräume über die Jahrhunderte bietet und trotzdem weiter lebt, macht ihn zu einem unverzichtbaren Biotop und Hotspot für unsere Natur.

 

Die artenreichste Fauna findet man dort, wo die verschiedenen Lebensräume aufeinander treffen. Das heißt am Waldrand oder auf Lichtungen. Unsere Art von Wirtschaftswald bietet nur wenig Lebensraum. Wir brauchen den Urwald zurück! Totholz, kahle Bäume, große Lichtungen, ohne Förster, die um die Gesundheit der Spaziergänger fürchten und mit dem Wald Geld verdienen müssen.

Wer mehr zum Thema Wald und Bäume erfahren möchte, findet zahlreiche Infos auf WaldWissen.net

Wer keinen Platz im eigenen Garten hat, sich aber trotzdem für den Baumschutz einsetzen möchte, könnte mal bei Ecosia vorbeischauen. Eine Internet Suchmaschine die gleichzeitig Bäume pflanzt! Ausgezeichnet!

Ohne Wasser kein Leben!

Jedes Lebewesen benötigt in irgendeiner Weise Wasser zum Überleben. Viele Insekten nutzen Morgentau, Pflanzen- oder Fruchtsäfte  für die Feuchtigkeitsgewinnung und speichern diese. Wespen, Bienen und manche Käferarten trinken aber auch gerne an Wasserstellen. Und natürlich ist das Element Wasser auch ein Lebensraum für zahlreiche Lebewesen.

Von daher gehört in jeden Garten eine entsprechende Wasserstelle mit Kletterhilfe, falls man hineinfällt. Wer etwas mehr Platz zur Verfügung hat, kann schon über einen Teich oder gleich einen See nachdenken.


Der Inhalt ist noch längst nicht am Ende. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert!